Posts Tagged ‘Schimmelpilz’

Neubau ohne Wohnraumlüftung ein Baumangel?

Da wäre ich sofort Befürworter, aber solange Häuser nicht “üblicherweise” -beispielsweise Passivhäuser- mit Wohnraumlüftung gebaut werden, läßt sich so nicht argumentieren. Auch wenn 90% der Schimmelprobleme mit Wohnraumlüftung nicht vorkommen würden. Umgekehrt bedeutet das aber auch dass der Grossteil der Schimmelfälle hausgemacht sind. Immer mehr möchten Bewohner Heizkosten sparen, zu Ungunsten der inneren Bauteiltemperaturen, und damit zu Gunsten der Schimmelpilze. Lüftungswärmeverluste zu vermeiden ist dagegen seltener das Motiv für die oftmals zu geringe Belüftung der Räume. Hier liegt es einfach an der vielfach unterschätzten Problematik rund um das “richtige Lüften”.

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Luftdichtheit und Vollwärmeschutzfassaden

Im Umgang mit Passivhäusern muss man über die Notwendigkeit Außenrolläden nur elektrisch zu betreiben nicht mehr diskutieren. Respektive ist eine mechanische Kurbel zum Betätigen des Rolladens fast nicht luftdicht herzustellen. (Es ist technisch schon möglich) Und flache Bänder jedenfalls nicht. Und nachdem Lüftungswärmeverluste im Passivhaus auf ein hygienisches Mindestmaß (0,2 – 0,5) zu reduzieren sind, haben sich elektrisch betriebene Sonnenschutzsysteme schon als Standard durchgesetzt. Nur, wie soll ich es vorsichtig formulieren? Im normalen Baustandard ohne Wohnraumlüftung wäre eine Luftwechselzahl von 3 pro Stunde bei 50Pascal Differenzdruck zulässig. Je nach Art der Leckagevolumenströme könnte man von einer zwingenden Sanierungsnotwendigkeit erst ab einer Luftwechselzahl von 5 ausgehen.

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Tausendfach eingebaut – dennoch undicht

Es steht schon in der ÖNORM für Aussenwand-Wärmedämmverbundsysteme – Verarbeitung,  B6410: Ziffer 5.1.6 “Eine Hinternässung des WDVS darf nicht möglich sein, insbesondere bei Abdeckungen, Eindeckungen, Verblechungen und Niederschlagswasser-Ableitungen”. Oder Ziffer 6.2 “Alle Anschlüsse an Fenster und Türen und die Dämmschichte durchdringende Bauteile (Blitzschutzanlagen, Regenrohre, Schalterdosen u.a. sowie deren Befestigung) sind schlagregensicher auszuführen.”…

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Serie: Kurz und bündig, Baupfusch vom Billigstbieter

Anschließend an den Beitrag der Vorwoche soll wieder über Firma Gold…. berichtet. Eine Schimmelsanierungsfirma welche kräftig bei einer -für Behinderte tätigen- Institution abkassiert hat. Über 23.000 Euro für das Aufstellen von zweifelhaften Luftwäschegeräten und mangelhaften Sanierungsleistungen, noch dazu zu einem Schaden der nicht einmal nachgewiesen werden konnte! Hier kann schnell mal Panik erzeugt werden, 18.000 KBE/m3 bei einer Raumluftmessung klingt ja sehr gefährlich. Kann aber relativiert werden, so sind schon mal 20 MILLIONEN KBE/m3 beim Wenden von feuchtem, angeschimmeltem Heu messbar.  Im gegenständlichen Fall ist aufgrund der Bewohner von einer schlechten Hygiene auszugehen…

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Finger weg vom Sedimentationsplatten!

Manch einer glaubt, mit dem Kauf von billigen Sedimentationsplatten in der Post oder in Drogeriemärkten (“Schimmel-Check”) eine fundierte Schimmelanalytik betreiben zu können. Wie so oft im Leben kann hier billig teuer zu stehen kommen: die Gutachten, die im Zuge der Auswertung gestellt werden, sind unbrauchbar, da man ja nie weiß, wie die Ergebnisse zustande gekommen sind – abgesehen von weiteren groben Mängeln wie dass z.B. immer nur eine Platte ausgewertet wird usw.. Was verwundert ist, dass man sich Seitens der auswertenden Firma getraut, überhaupt weitreichende Aussagen zu treffen.

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