Posts Tagged ‘Günther Nussbaum-Sekora’

Serie – Toleranzen im Hochbau

Seit 2006 gibt es die österreichische Fassung der DIN 18202 (2005) die “ÖNORM DIN 18202:2006 06 01 – Toleranzen im Hochbau – Bauwerke (DIN 18202:2005)” Da wird in schwer verständlichem Normenkauderwelsch über “Ebenheitstoleranzen” und “Istabmaßen” geschrieben. Zu gegenständlichem Fall liegt knapp vor dem Stiegenabgang ein Versatz am Laminatboden vor, der Estrich wurde schlampig verlegt, der Bodenleger hat nicht ausreichend geprüft und einfach verlegt. Zu zulässigen Toleranzen steht in der ÖNORM B2218 (Verlegung Holzfussböden) wie auch in der ÖNORM B7218 (Verfahrensnorm Holzfussböden) nichts passendes.

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Dubai eröffnet Burj Khalifa

Eröffnung Burj Khalifa: 1833 war Dubai noch ein kleines Fischerdorf, heute hat es das höchste Gebäude der Welt “eröffnet”. Sicher statisch eine Meisterleistung, bei den Baudetails gehe ich eher von Durchschnitt aus, ebenso bei der Nachhaltigkeit und der Lebensdauer. Zum Thema Hochhäuser bin ich vor einigen Jahren nach Shanghai geflogen um mir diese genauer anzusehen. Das war eine herbe Enttäuschung, Stahlbeton, Stahl und Glasfassaden minderer (Detail-)Qualität. Und das Detail entscheidet schlussendlich über Funktionalität und Haltbarkeit, bzw. Wartungsintensitäten.

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Elektrokabel durch die Wand = Wasserschaden

Die heutige Leckortung hat nicht lange gedauert, ein kleiner Wasserfleck und darüber eine Terrasse. Na nichts wie hinauf, wird ja wieder die Terrasse schuld sein. Ja das hat dann auch gestimmt, aber nur indirekt. Der Elektriker hat einen Panzerschlauch für die Verkabelung eines Klimagerätes durch  die Wand und das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) geführt. Hier sind demnach 2 Fehler vorhanden:

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Leckortung am Fertigteilhaus

Meine liebste Beschäftigung ist die Schadenssuche bei komplizierten Fällen. Also nicht die Ursachenforschung nach einem Dachziegelschaden, am befriedigendsten ist es nach ergebnislosen Vorversuchen die Arbeit zu beginnen. So wie auch in diesem Fall, Installateur, Zimmermann und Spengler haben sich hier schon versucht. Der Spengler sogar freiwillig das halbe Dach neu eingedeckt! Aber wieder kam es eine Zeit lang nach den Regenfällen zu Wassereintritt über die Glaskonstruktion. Meine Begutachtung bringt -ohne jeglicher Geräte und Öffnungen- nach 10Minuten einen konkreten Verdacht.

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Rissprüfung und Wa(h)rsagerei

Eigentlich stimmt der Titel nicht, ich glaube Wahrsagerei blickt in die Zukunft, sagt Dinge voraus. Ich müßte als Bausachverständiger manchmal in die Vergangenheit blicken können. Wie in einem Fall wo ich die Ursache für einen Mauerbruch angeben hätte sollen. Bis mir der Vorbesitzer mitgeteilt hat dass hier nach dem 2.Weltkrieg ein russischer Panzer dagegen gefahren ist… Im AKTUELLEN Fall kann ich es auch nicht sicher sagen, aber es erscheint eine Ursache logisch: An der Decke verläuft ein Putzriss, der Maler hat diesen schon mehrmals verspachtelt, sogar mit Textilglasgitter. Nur zeigt sich bei der Öffnung dass der Maler teilweise kein Gitter, und teilweise das Gitter nur genau bis zur Rissmitte geführt hat. (…)

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