Posts Tagged ‘Baugutachten’

Noppenmatte und Perimeterdämmung

Vermutlich 50% der gedämmten Kellerbauwerke werden mit Noppenmatten versehen. Wird damit ein “bautechnischer Fehler” akzeptiert beziehungsweise zum “Stand der Technik”? Wohl nicht, weder in Herstellervorschriften -außer in denen mancher Noppenmattenhersteller- noch in Normenschriften wird von Noppenmatten geschrieben. Je nach Wasserangriff kann eine Dränung nach DIN 4095 nötig werden. Da wird von “Flächendrän” geschrieben. Mit welchen Materialien eine Flächendrainage hergestellt wird bleibt freigestellt. Ob mittels Noppenmatten MIT SCHUTZVLIES wie von Dörken oder mit einem Dränschalstein, die Ausführung muss bautechnisch korrekt ausgeführt werden.

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Serie – Duschen kann ihr Haus zerstören

Alle Jahre wieder, liegt der winterliche Bauschadensschwerpunkt in der Begutachtung von Tauwasserschäden aller Art. Im Regelfall entstehen Schäden durch Schimmelpilze und holzzerstörendem Pilzbefall auch bei kleinsten Luftundichtheiten an der Gebäudehülle. Im Gebäude liegt ein winterlicher Überdruck aufgrund der Temperaturdifferenzen vor. Dieser Überdruck läßt feucht-warme Raumluft, über Leckagen an der luftdicht auszuführenden Gebäudehülle, in die Konstruktion strömen. Je nach Leckage kühlt diese an den kühleren Bauteilen ab, es kommt zu Tauwasseranfall. 1 Liter Tauwasseranfall sind bei entsprechend ungünstiger Leckage leicht möglich.

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Serie – Wozu Dämmung?

So dürfte sich der Bauträger der 28 Reihenhäuser vermutlich gedacht haben. Die Dämmung spielte eine untergeordnete Rolle. Im Preis tut sie das zumindest bei begehbaren Dämmelementen für die oberste Geschossdecke nicht. 30 Euro /m2 sind da schnell mal nötig, so nicht unser Bauträger, der hat eine billige, lose Glaswolledämmung als Rollenware gekauft und als obere Lage eine filigrane Holzkonstruktion mit Gipskartonplatten gebastelt. (28x) Man kann sich vorstellen wie eine solche Dämmung verlegt wird. Es läßt sich kaum vermeiden dass durch die Begehung während der Verlegung die Dämmung verrutscht und komprimiert (Beschädigt) wird.

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Rissprüfung und Wa(h)rsagerei

Eigentlich stimmt der Titel nicht, ich glaube Wahrsagerei blickt in die Zukunft, sagt Dinge voraus. Ich müßte als Bausachverständiger manchmal in die Vergangenheit blicken können. Wie in einem Fall wo ich die Ursache für einen Mauerbruch angeben hätte sollen. Bis mir der Vorbesitzer mitgeteilt hat dass hier nach dem 2.Weltkrieg ein russischer Panzer dagegen gefahren ist… Im AKTUELLEN Fall kann ich es auch nicht sicher sagen, aber es erscheint eine Ursache logisch: An der Decke verläuft ein Putzriss, der Maler hat diesen schon mehrmals verspachtelt, sogar mit Textilglasgitter. Nur zeigt sich bei der Öffnung dass der Maler teilweise kein Gitter, und teilweise das Gitter nur genau bis zur Rissmitte geführt hat. (…)

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Sanitärfugen jedes Jahr instandsetzen!?

Jedes Jahr brechen zahlreiche Holzdecken ein weil a)Wartungsfugen in Bade- und Duschwannen Wasser lassen, und b)NICHT NUR private Badezimmersanierungen auf die fachgerechte Feuchtraumabdichtung vergessen lassen. Hier geht es wieder einmal um Fall a): Keiner hat der Mieterin gesagt dass sie die Verfugung regelmäßig prüfen soll. Es kam also zur Wasserverteilung über den Rohboden unter der Trittschalldämmung. Schimmel an Wänden in 2 Nebenräumen! Da spreche ich gerne vom “genormten Bauschaden”. Diese Fugen sind zulässig, eine Abdichtung unter der Badewanne oder Duschwanne zwar “Stand der Technik”, aber meist nicht wirksam vorhanden.

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