Schimmelpilze an der Gipskartonwand werden gerne als Nutzerverschulden, von wegen schlecht Lüften und Heizen, deklariert. Tatsächlich ist ein hoher Prozentsatz nicht aufgrund Bauschäden oder Gebrechen verursacht. Dennoch wird die Thematik (Lüften, Heizen, Raumnutzung) allgemein unterschätzt. Mieter und Eigentümer werden mit „ihrem“ Pilzbefall alleine gelassen. In dem Fall ist es aber ein ordentlicher „bautechnischer Fehler“ der zur Unterkühlung der Bauteile, zum Tauwasseranfall, und in Folge dessen zu Schimmelpilzbefall geführt hat…
Die „Terrassenaufhausung“ ist aus Kunststoff-Stahlprofilen hergestellt, und im Innenraum teilweise zu gering überdämmt worden. Stahlträger sind beispielsweise nur 1cm überdämmt.Was unweigerlich zu Schäden führen muss. Weiters fehlt genau an diesen Stellen eine Dampfbremse, was gleichbedeutend ist wie „bei dem Auto fehlen Bremsen und Radmuttern gleichzeitig“. Heute findet die Besprechung mit dem Architekten statt, der natürlich von nichts weiß und alle Schuld den ausführenden Firmen gibt. Eine ÖBA (örtliche Bauaufsicht) gab es auch, die hatte aber scheinbar anderwertig zu tun, der Trockenbauer als letzter im Bunde darf nun sanieren, auf seine Kosten vermutlich.
Der Auftraggeber ist froh dass die Mieterin den Schaden behoben bekommt, eine Schadenszuteilung (Wieviel % hat wer zu zahlen…) möchte er demnach nicht von mir haben. Von Gerechtigkeit ist am Bau selten zu sprechen…

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